"Wie komme ich schnell bei Google ganz nach vorne?" werde ich oft gefragt. Nun, ganz nach vorne und das schnell, das geht nur mit Adwords. "Viel zu teuer und bringt nichts" höre ich dann häufig. Denken Sie das auch? Dann lesen Sie unbedingt weiter. Denn in den folgenden Zeilen verrate ich Ihnen, wie eine Adwords-Kampagne aussieht, die nicht zu teuer ist und Besucher bringt, die zu Kunden werden.
Kennen Sie überhaupt Adwords? Gesehen haben Sie sie sicher schon mal. Adwords nennen sich die kleinen Anzeigen in der rechten Spalte bei der Google-Suche. Manchmal werden zusätzlich bis zu drei Anzeigen auch in einem hellblau unterlegten Feld über den regulären Suchergebnissen angezeigt. Dann wissen Sie, dass Sie es mit einem besonders umkämpften Suchbegriff zu tun haben.
Adwords werben kostenlos für Ihr Unternehmen – bis jemand drauf klickt und auf Ihrer Website landet. Dann wird ein Betrag fällig, der durch ein Auktionsverfahren von Ihrem Maximalgebot und den Geboten der anderen Werbungtreibenden abhängt. In einigen Fällen kostet so ein einziger Klick dann mal eben 2, 3 Euro oder sogar noch sehr viel mehr – ohne Garantie, dass der Besucher etwas bestellt oder Kontakt aufnimmt. Manche Besucher sind sogar nur ganz kurz auf der ersten Seite einer Website und dann gleich wieder verschwunden.
Das ist dann ein teurer Spaß. Und damit sind wir bei dem Punkt, der viele meiner Kunden (und meiner potenziellen Kunden) bewegt: Sind Adwords nicht viel zu teuer?
Ich denke nein. Adwords sind nicht zu teuer, sie sind sogar eine außerordentlich preiswerte Möglichkeit, Neukunden für Ihr Unternehmen zu gewinnen. Vorausgesetzt, Sie gehen richtig mit Adwords um und machen nicht die zehn Fehler, die mir immer wieder auffallen. Doch da Sie jetzt gleich meine 10 Tipps für mehr Erfolg mit Adwords lesen, wird Ihnen das sicher nicht passieren.
Warum lohnt es sich, weiter zu lesen?
Bei einem Kundenprojekt gelang es mir beispielsweise allein durch Umsetzung der folgenden 10 Tipps die Besucherzahlen bei gleichem Tagesbudget dauerhaft zu verfünffachen und die Conversion Rate noch deutlicher zu erhöhen. Die Conversion Rate ist übrigens ein Maß dafür, wie viele Besucher zum Beispiel ein Angebot anfordern, sich für einen Newsletter registrieren oder etwas bestellen. Also das tun, was Sie letztlich mit Ihrer Website bezwecken.
Übrigens: Wenn Sie Adwords noch nie ausprobiert haben, testen Sie es doch einfach mal. Da Sie Ihr Budget limitieren können, ist das Risiko gering. Und viele haben schon gestaunt, was Adwords für die Neukundengewinnung bewegen können.
Und jetzt geht es auch schon mit den Tipps los ...
Tipp # 01
Bieten Sie nicht zu hoch.
Natürlich ist es verführerisch, endlich mal bei Google für attraktive Keywords auf der Position 1 zu stehen. Das ist aber, gerade wenn Sie ein begrenztes Budget haben, ein teurer Spaß. Viel effizienter ist es beispielsweise in vielen Fällen, sich bevorzugt auf der Position 3 bis 4 zu platzieren. Dadurch sinkt der CPC (cost per click = Kosten pro Klick), Ihr Budget reicht also für sehr viel mehr Besucher auf Ihrer Website. Zudem steigt die Wahrscheinlichkeit, nur die wirklich interessierten Besucher zu bekommen, denn die steigen auf der Suche nach einem passenden Angebot eher in die Tiefen der Anzeigenliste hinab.
Tipp # 02
Nutzen Sie nicht nur die Standard-Keywords.
Auf Wunsch stellt Ihnen Google eine Liste von zu Ihrer Website passenden Keywords für Ihre Kampagne zur Verfügung. Darüber hinaus können Sie zu diesen Keywords – ebenfalls automatisch – weitere passende Keywords finden. Das ist bequem, hat aber einen großen Nachteil: Ihre Wettbewerber arbeiten mit demselben Tool. Denken Sie also ruhig selbst noch etwas nach, versuchen Sie, Ihre Zielgruppe zu verstehen und kommen Sie so auf Suchworte, die das Keyword-Tool nicht anzeigt. Diese unkonventionelleren Suchworte sind vom Preis-Leistungs-Verhältnis oft sehr attraktiv, weil sie nicht jeder nutzt und die Klickpreise dafür in die Höhe treibt.
Wenn Sie ein begrenztes Budget haben, sollten Sie übrigens unbedingt darauf verzichten, die absoluten Hit-Keywords Ihrer Branche als Einzel-Keyword zu belegen. Denn die kosten richtig viel, bringen aber eher unterdurchschnittliche Besucher, da diese Suchanfrage einfach nicht spezifisch genug ist. Keyword-Kombis, beispielsweise mit einem regionalen Zusatz oder einer Branche, sind da schon sehr viel effizienter. Welche Zusätze sinnvoll sind, hängt natürlich ganz stark von Ihrem Angebot ab.
Tipp # 03
Diese Suchbegriffe sollten Sie unbedingt ausschließen.
Haben Sie etwas zu verschenken? Wenn nicht, gibt es einen ganz einfachen Trick, unerwünschten Traffic zu reduzieren und die Qualität Ihrer Besucher zu steigern. Nutzen Sie das Tool „Ausschließende Keywords auf Kampagnenebene bearbeiten“. Und packen Sie da so schöne Begriffe rein wie beispielsweise „gratis“, „kostenlos“, „umsonst“ und noch einige mehr. Bei Suchen, die diese Schlüsselworte enthalten, erscheint Ihre Anzeige dann nicht mehr. Und schon haben Sie viel Geld gespart, weil all die, die nach kostenlosen Angeboten suchen, sich nicht mehr auf Ihre Website klicken.
Tipp #04
Texten Sie nicht zu reißerisch.
Die Texte Ihrer Anzeigen sind ganz entscheidend dafür, wie oft die Anzeige angeklickt wird. Nun ist es ohne weiteres möglich, Anzeigen zu texten, die sehr, sehr häufig geklickt werden. Die meisten dieser Besucher werden jedoch sofort wieder weg sein, falls eine zu hohe Erwartungshaltung erzeugt wurde, die von Ihrer Website einfach nicht gehalten werden kann. Oder weil man einfach nur neugierig war. Besser ist es, klar den Nutzen zu kommunizieren, den Ihr Neukunde durch Ihre Dienstleistung oder Ihr Produkt hat. Seien Sie überraschend, aber versprechen Sie nicht zu viel. Solche Anzeigen werden zwar nicht die höchsten Klickraten erzielen, aber mit sehr viel höherer Wahrscheinlichkeit für attraktive Conversion Rates sorgen.
Tipp #05
Greifen Sie das Thema der Anzeige auf Ihrer Website wieder auf – mit einer Landingpage.
Ich staune immer wieder, wie oft das passiert: Ich werde durch eine attraktive Anzeige angelockt und lande dann auf einer Homepage, auf der es für mich gar nicht weiter geht. Denn dort finde ich nichts über das Thema, das die Anzeige angerissen hat. Natürlich bin ich sofort wieder weg.
Richten Sie deshalb unbedingt so genannte Landingpages ein, die sehr spitz das Thema der zugehörigen Adwords-Anzeige aufgreifen und den Besucher zur gewünschten Reaktion führen. Angenehmer Nebeneffekt: zum Suchwort passende Landingpages führen dazu, dass Google die Qualität Ihrer Anzeige als höher einstuft und die Anzeige beim selben Gebot höher listet.
Tipp #06
Optimieren Sie Ihre Website. Optimieren Sie zumindest die Landingpage.
Manchmal liest man, dass man keine Suchmaschinenoptimierung betreiben muss, wenn man Adwords nutzt. Das Gegenteil ist richtig. Wenn Sie Ihre Anzeige für ein bestimmtes Keyword schalten und die zugehörige Landingpage seriös für dieses Keyword optimiert ist, stuft Google die Qualität Ihrer Adwords-Anzeige als höher ein und Sie erhalten für dasselbe Gebot eine bessere Platzierung. Sie können sogar vor Ihrem Wettbewerber ohne optimierte Landingpage stehen, obwohl Sie weniger pro Klick bezahlen.
Tipp #07
Limitieren Sie Ihr Tagesbudget.
Gerade am Anfang ist es wichtig, dass Sie nicht mit einem grenzenlosen Tagesbudget an den Start gehen. Sonst können Sie eine sehr teure Überraschung erleben. Zum Beispiel weil Sie noch nicht wissen, dass bestimmte Keywords zu bestimmten Zeiten hohe Klickraten generieren, die dann Ihre Kosten explodieren lassen. Und und und. Also überlegen Sie, was Sie maximal für Werbung ausgeben können oder wollen. Und limitieren Sie entsprechend.
Tipp #08
Schalten Sie nicht überall.
Bei den Grundeinstellungen Ihrer Kampagne können Sie festlegen, wo überall Ihre Anzeigen geschaltet werden. Wenn Ihr Budget begrenzt ist, sollten Sie sich zunächst nur auf die „Google-Suche“ beschränken. Falls von Ihrem Tagesbudget noch etwas übrig bleibt, testen Sie auch noch das „Content-Werbenetzwerk“ (unbedingt separate Gebote festlegen) und schließlich das „Such-Werbenetzwerk“. Diese Optionen können ganz extrem unterschiedliche Leistungen erbringen. Deshalb sollten Sie jede für sich einige Tage testen und dann entscheiden, welche Sie wirklich langfristig nutzen wollen.
Tipp #09
Bieten Sie nicht auf Begriffe, für die Sie schon eine gute Position im kostenlosen Listing haben.
Gerade bei zusammengesetzten, sehr speziellen Keywords kann es passieren, dass man schon auf einer Top-5-Position im kostenlosen Listing von Google ist. Dann sollten Sie darüber nachdenken, diesen Begriff von Ihrer Suchwort-Liste zu entfernen, um nicht unnötig für Besucher zu bezahlen, die Sie auch kostenlos haben können.
Tipp #10
Loggen Sie.
Wenn Sie Adwords vernünftig nutzen wollen, müssen Sie wissen, was Ihre Besucher auf Ihrer Website machen. Dazu brauchen Sie ein Logging-Tool, dass Ihnen anzeigt, mit welchen Keywords und von wo die Besucher auf Ihre Website kamen. Sie müssen im Log aber auch die Klickpfade sehen können, um zu erkennen, welche Seiten in welcher Reihenfolge Ihre Besucher betrachten. Die Software, die Ihr Provider Ihnen mit Ihrem Hosting-Account kostenlos zur Verfügung stellt, leistet das wahrscheinlich nicht. Ein empfehlenswertes OpenSource-Produkt ist beispielsweise der PPHlogger.
Es ist viel zu tun.
Für eine erfolgreiche Adwords-Kampagne muss man offensichtlich einiges beachten. Unterschätzen Sie deshalb nicht die Zeit, die Sie benötigen, um Ihre Adwords-Kampagne anfangs kontinuierlich zu beobachten und zu optimieren.
Und allen Lesern, die bis hierhin durchgehalten haben, wünsche ich eine bezahlbare Adwords-Kampagne, die viele, viele Neukunden bringt.
