Wer Kunden im Internet gewinnen will, muss auch dafür sorgen, dass sie zum eigenen Angebot passen. Doch wie optimieren Sie Ihre Website, um bevorzugt Wunschkunden anzuziehen?


Wenn Sie im Internet Kunden gewinnen wollen, warten zwei Aufgaben auf Sie:

Sie müssen dafür sorgen, dass möglichst viele der richtigen Besucher auf Ihre Website finden.

Und Sie müssen alles dafür tun, dass diese dort auf dem Weg vom Erstkontakt zum Kunden ein gutes Stück voran kommen.

Doch wie locken Sie die richtigen Besucher an? Und wie bringen Sie diese dann dazu, sich auf der Website wunschgemäß zu verhalten?

Entscheidend fürs Kundengewinnen im Internet sind die richtigen Besucher.

Die richtigen Besucher sind die Personen, die bereits einen Bedarf an Ihren Produkten bzw. Dienstleistungen haben oder diesen Bedarf entwickeln könnten. Es handelt sich also um Ihre Zielgruppe.

Wer nicht zu Ihrer Zielgruppe gehört, braucht auch nicht auf Ihre Website zu kommen.

Hohe Besucherzahlen stellen deshalb für sich genommen keinen Wert dar. Nur Besucher aus Ihrer Zielgruppe sind interessant. Und wenn die Zielgruppe klein ist, können sogar 10 Besucher am Tag schon enorm viel sein.

Deshalb sind übrigens diese ganzen Angebote so sinnlos, bei denen man Ihnen gegen Bezahlung pro Woche tausende von Besuchern auf Ihrer Website verspricht. Denn meistens sind das nur irgendwelche Websurfer, die überhaupt nichts mit Ihrer Zielgruppe zu tun haben.

Passender Content zieht passende Besucher an.

Um die richtigen Besucher auf Ihre Webseiten zu bekommen, müssen Sie zunächst dafür sorgen, dass Ihre Website den Ansprüchen dieser Besucher entspricht.

Nur wenn der Content Ihrer Website in der Lage ist, Besucher auf Ihren Webseiten zu halten, kann die Website langfristig erfolgreich Kunden gewinnen.

Zudem tendiert Google dann dazu, Ihre Website in den Suchergebnissen höher zu listen.

Wenn Besucher dagegen nichts Interessantes finden und Ihre Website sofort wieder verlassen, wird Ihre Website bei Google abgewertet.

Also: Schaffen Sie Inhalte, die für Ihre Zielgruppe anziehend sind.

Verfügen Sie schon über attraktiven Content?

Ein Indikator für attraktiven Content ist die Verweildauer von Besuchern auf Ihrer Website. Ebenfalls wichtig: Die Zahl der Unterseiten, die angesehen werden.

Diese Daten können Sie Ihrer Analyse-Software wie Google Analytics oder Piwik entnehmen.

Wenn Sie es mit der Kundengewinnung im Internet ernst meinen, werden Sie ohne Analyse-Software nicht weit kommen. Diese verrät Ihnen, über welche Quellen Besucher auf Ihre Website kommen, wie sie sich dort bewegen, wie lange sie sich wo aufhalten und einiges mehr. Welche Lösung Sie am besten nutzen, habe ich in meinem Artikel zu Website-Analyse-Tools aufgeschrieben.

Falls Sie nun mit Analyse-Software festgestellt haben, dass Ihr Content nicht gut ankommt, wartet eine wichtige Aufgabe auf Sie: besseren Content schaffen.

Aber bevor Sie damit starten, prüfen Sie erst mal, ob Sie überhaupt die Suchbegriffe kennen, mit denen Ihre Zielgruppe im Internet sucht.

Kein Kundengewinnen ohne passende Keywords.

Die meisten Ihrer potenziellen Neukunden finden über Suchmaschinen auf Ihre Website.

Wenn Sie wissen, welche Suchbegriffe diese bei ihren Suchanfragen nutzen, können Sie sich für die entsprechenden Anfragen optimal positionieren.

Damit steigern Sie die Wahrscheinlichkeit, exakt die Besucher zu erhalten, für die Sie Ihre Webseiten aufgebaut haben.

Welche Keywords benutzen Ihre potenziellen Kunden?

Wenn Sie die für Sie wichtigen Schlüsselworte noch nicht kennen, sollten Sie das sofort ändern.

Der einfachste Weg für den Start: Fragen Sie Ihre vorhandenen Kunden, unter welchen Begriffen diese bei Google nach Ihnen suchen würden. Ihr Firmenname zählt dabei natürlich nicht. Bitten Sie jeden Ihrer Kunden, Ihnen 5 Schlüsselwörter (oder Kombinationen von 2 oder 3 Keywords) zu verraten.

Ein anderer Weg zu wichtigen Suchworten führt über die Webseiten Ihrer wichtigsten Konkurrenten. Dabei können Sie sich auf die Wettbewerber konzentrieren, die Sie finden, wenn Sie nach den bisher gefundenen Suchbegriffen googeln.

Sehen Sie sich dann nicht nur die Webseiten im Browser an, sondern öffnen Sie auch die Quelltexte in einem Texteditor. Denn manches, was für Sie in punkto Suchworte interessant ist, versteckt sich im Quelltext der Seiten und wird beim Surfen gar nicht am Monitor angezeigt.

Achten Sie dabei auf <meta name="description" … >, <meta name="keywords" … > sowie auf Texte, die innerhalb von <title> und </title>, <h1> und </h1> sowie zwischen <b> und </b> bzw. <strong> und </strong> stehen.

Damit haben Sie schon eine erste Basis. Wenn Sie es noch genauer wissen wollten, sollten Sie sich zudem ein Google Konto zulegen und dort einen Adwords-Account einrichten. (Keine Sorge, der ist zunächst kostenlos, erst wenn Sie eine Adwords-Kampagne einrichten und starten, entstehen Kosten.)

Im Adwords-Konto haben Sie unter dem Menüpunkt „Tools“ Zugriff auf den „Keyword-Planer“. Dort können Sie sowohl die bereits gefunden Suchbegriffe im Hinblick auf Relevanz bewerten und sich weitere dazu passende Suchworte anzeigen lassen.

Mehr Infos finden Sie in meinem Artikel zum Finden der richtigen Suchbegriffe.

Wie gut sind Sie für die relevanten Suchbegriffe platziert?

Wenn Sie eine Liste mit 10 bis 20 relevanten Keywords oder Kombinationen von Keywords zusammen haben, können Sie einen ersten Test wagen.

Geben Sie bei Google die Suchworte von Ihrer Liste ein und lassen Sie sich überraschen.

Wenn Sie mit Ihrer Website bei den relevanten Suchworten jeweils auf der ersten Seite stehen, dürfen Sie sich auf die Schulter klopfen.

Wahrscheinlich wird Ihr Ergebnis weniger erfreulich sein. Klicken Sie sich einfach mal durch die Ergebnisseiten und schauen Sie, auf welchen Positionen Sie auftauchen.

Möglicherweise werden Sie oft klicken müssen, bis Ihr erster Eintrag erscheint.

Von Ihren potenziellen Kunden können Sie diese Geduld nicht erwarten.

Das bedeutet: Je weiter hinten Sie in den Ergebnislisten der Suchmaschinen platziert sind, desto unwahrscheinlicher ist es, dass ein möglicher Neukunde Sie überhaupt finden wird.

Es ist dann Zeit für die Optimierung Ihrer Website.

Websiteoptimierung beginnt mit dem Content.

Sie haben erfahren, dass es wichtig ist, die Suchbegriffe zu kennen, mit denen Ihre potenziellen Kunden suchen.

Außerdem wissen Sie, wie wichtig Content ist, der Ihre Besucher anspricht.

Wenn Sie diesen Content noch nicht haben, müssen Sie ihn nun erstellen. Nehmen Sie dabei die ermittelten Suchbegriffe als Basis. Und schreiben Sie um diese herum hilfreiche Texte. Für jeden Suchbegriff einen.

Vorher machen Sie sich aber bitte Gedanken über die Struktur Ihrer Website. Wie sollen die Inhalte aufgeteilt werden? Welche Unterseiten gibt es? Welche Menüpunkte? Wie ist die interne Verlinkung?

Denken Sie dabei bitte nicht, wie es für Sie logisch wäre. Oder bequem. Sondern gehen Sie nur von Ihrer Zielgruppe und deren Informationsbedürfnis aus.

Für jeden Suchbegriff eine eigene Unterseite.

Bringen Sie auf keinen Fall alle Ihre ermittelten Suchbegriffe auf jeder Seite unter.

Besser: Pro Suchbegriff eine eigene Seite, die für diesen Begriff optimiert ist. Doch passen Sie auf, nicht zu übertreiben. Mit Keywords vollgestopfte Internettexte sorgen garantiert dafür, dass Leser genervt aus Ihren Webseiten aussteigen.

Wie häufig soll ein Keyword auf einer Seite vorkommen? Vergessen Sie am besten alle Prozentangaben, die Sie mal gelesen haben. Und schreiben Sie einfach einen Text für Ihre Leser, in dem das jeweilige Keyword so häufig vorkommt, dass es natürlich wirkt. Dann passt das meist schon.

Ganz nebenbei haben Sie dann wahrscheinlich auch die WDF*IDF-Anforderungen erfüllt. WDF*IDF ist eine komplexe Formel, mit der berechnet werden soll, welches Bündel von Suchbegriffen bzw. Termen in welcher Kombination in Texte gehört. Meine Meinung: Ignorieren Sie die Formel und schreiben Sie gute Texte für Ihre Zielgruppe. Dann werden Sie intuitiv die richtige Kombination von relevanten Termen nutzen.

Schreiben Sie Ihre Internettexte für Menschen. Und für Suchmaschinen.

Halten Sie sich immer vor Augen, dass jeder Text auf Ihrer Website zwei verschiedene Adressaten hat: Die menschlichen Leser. Und die Suchmaschinen.

Sie müssen Ihre Internettexte so verfassen, dass beide zufrieden sind.

Google hat darüber hinaus noch ein paar weitere Wünsche an Ihre Website, die sich auf den Quellcode beziehen.

So wünscht sich Google Ihre Website.

Die ideale suchmaschinentaugliche Website ist in validem HTML programmiert, da das den Suchmaschinen am besten schmeckt. Außerdem verwendet sie ein CSS Stylesheet, in das die Formatierungen der Seite ausgelagert werden. Genauso gehören auch alle Javascript-Definitionen in eine externe JS-Datei.

Warum ist das so? Suchmaschinen verfügen nur über einen gewissen Zeitrahmen fürs Durchsuchen einer Seite. Dabei starten sie aber nicht im lesbaren Text, sondern zu Beginn der HTML-Datei. Wenn hier nun erst endlos Quelltext kommt, bevor der eigentliche Textinhalt beginnt, sieht es schlecht für die Suchmaschinentauglichkeit der Seite aus.

Machen Sie Ihre Internet-Texte unwiderstehlich.

Die einzige Daseinsberechtigung Ihrer Website ist der Nutzwert der Inhalte. Wenn Ihre Seiten keine Informationen enthalten, die für Ihre Besucher interessant sind, wird Ihre Website nicht erfolgreich Neukunden gewinnen.

Schreiben Sie Ihre Internet-Texte deshalb ausschließlich für Ihre spezielle Zielgruppe.

Sie brauchen nicht möglichst viele Besucher, die gleich wieder weiterklicken, Sie brauchen nur die Besucher, für die Sie das perfekte Angebot haben, die sich bei Ihnen festlesen.

Schreiben Sie Internet-Texte, die Ihre potenziellen Kunden brennend interessieren, die deren Probleme aufgreifen und konkrete Lösungen anbieten. Sie wissen ja aus Ihrem Tagesgeschäft, was Ihre Kunden bewegt.

Schreiben Sie die Internettexte so, dass Ihre Leser sie im Internet auch gerne lesen – mit kurzen Absätzen und gliedernden Zwischenüberschriften.

Entwickeln Sie Interessenten zu Kunden.

Wenn Ihre Website so spannend ist, dass Besucher sich länger damit beschäftigen, ist das schon ein guter Anfang.

Dabei können Sie nachhelfen, indem Sie viele interne Links mit spannenden Linktexten anbieten. So dass Besucher verführt werden, sich immer tiefer in die Webseiten zu klicken.

Daneben sollten Sie an allen möglichen Stellen zur Kontaktaufnahme auffordern. Verlassen Sie sich dafür nicht ausschließlich auf Ihren Menüpunkt „Kontakt“.

Und Sie sollten versuchen, Besucher dazu zu bewegen, sich für Ihren Newsletter anzumelden. Wenn Sie noch keinen Newsletter haben, dann starten Sie einen. Ich verspreche Ihnen: Ihr Newsletter wird eines Ihrer wichtigsten Werkzeuge zum Kundengewinnen im Internet sein.

Neukundengewinnung im Internet braucht Geduld.

Wenn Ihre Website bisher wenig Besucher hatte, kann es nach Ihren Änderungen zur Webseitenoptimierung lange dauern, bis Google überhaupt mal vorbeischaut.

Auch später muss es nicht unbedingt so sein, dass Änderungen, die Sie auf Ihrer Seite durchführen, sich schon am nächsten Tag in der Liste der Suchergebnisse widerspiegeln.

Selbst wenn die Änderungen nach einigen Tagen im Index auftauchen, kann es noch Wochen dauern, bis sich das auf Ihre Position in den Ergebnislisten auswirkt.

Natürlich steckt hinter dieser Zeitverzögerung auch Absicht: Google möchte es SEOs schwerer machen, zu erkennen, welche Änderungen sich auf die Position im Suchergebnis auswirken.

Bleiben Sie in Ihren Erwartungen realistisch.

Die meisten Suchworte sind hart umkämpft. Selbst bei einem Suchbegriff mit beispielsweise nur 50.000 Fundstellen (das ist ziemlich wenig) muss es nicht zwangsläufig leicht sein, unter die ersten 30 zu kommen. Geschweige denn auf die erste Seite.

In vielen Fällen ist eine gute Position für die umkämpftesten Suchbegriffe aber auch gar nicht unbedingt nötig.

Denn viele Ihrer potenziellen Kunden – oft die, die kurz vor einem Kauf oder einer Auftragsvergabe stehen – verwenden für die Suche Kombinationen von 2 bis 3 oder sogar mehr Keywords. Zu diesen Kombinationen gibt es dann wesentlich weniger Konkurrenz und Sie schaffen es mit guten Internettexten sehr viel leichter auf einen der vorderen Plätze.

Wirklich erfolgreiche Websites sind übrigens nicht nur für die 10 bis 20 wichtigsten Keywords optimiert. Denn wenn man für seine Suchbegriffe gute Platzierungen erreicht hat, geht es daran, mit weiteren Unterseiten weitere Suchbegriffe abzudecken.

Der Aufwand rechnet sich durch immer mehr und immer qualifiziertere Interessenten, die über die Suchmaschinen zu Ihnen finden und die Sie letztlich als Kunden gewinnen.