Die Texte einer Website sind ganz entscheidend dafür, ob Sie im Internet Neukunden gewinnen. Wenn die Texte nicht überzeugen, werden auch tolle Fotos oder ein geniales Webdesign nicht helfen. Die gute Nachricht: Webtexte sind schnell geändert. Mit geringem Aufwand bringen Sie so Ihre Website auf Erfolgskurs.

Wenn Sie sich nun direkt ans Neutexten machen wollen – oder einen Texter beauftragen möchten – stopp, erst mal langsam.

Denn vor dem Texten der neuen Webtexte sollten Sie prüfen, was die alten Webtexte so geleistet haben. Dafür ist eine Website-Analyse-Software hilfreich, ich benutze und empfehle Google Analytics. (Wenn Sie Google Analytics noch nicht installiert haben, holen Sie das noch heute nach, verschieben Sie das Webtexte-Projekt und lassen Sie während der nächsten Wochen erst mal Ihre Webseiten analysieren.)

Wie haben Ihre alten Webtexte auf die Besucher gewirkt?

Durch Google Analytics können Sie sich anzeigen lassen, wie Ihre Besucher sich auf den verschiedenen Unterseiten Ihres Webauftritts verhalten.

Interessant sind beispielsweise die Einstiegsseiten. Eine Einstiegsseite ist die erste Seite, die ein Benutzer besucht. Die wichtigste Einstiegsseite einer Website kann die Homepage sein, muss es aber nicht. Oft gibt es Unterseiten, die über Suchmaschinen wesentlich mehr neue Besucher generieren als die Startseite einer Domain.

Achten Sie auch darauf, wie sich Besucher auf der Website bewegen, auf welchen Seiten sie abspringen und wie jeweils die Absprungraten der Seiten sind. So bekommen Sie Hinweise darauf, was interessant ist, was gesucht wird und was zum Abbruch des Besuchs bewegt.

Allerdings sind hohe Abbruchraten nicht unbedingt ein Indiz dafür, dass ein Inhalt schlecht ist. Unter Umständen ist er ja auch genau das, was der Besucher braucht und dieser hat danach nicht das Bedürfnis, noch mehr zu lesen. Das kann man oft bei Blogartikeln beobachten.

Welche Erkenntnisse nehmen Sie aus Ihren alten Webtexten mit?

Im Normalfall haben Sie nach der Analyse bereits eine Vorstellung, was bisher ankam und was nicht.

Was sich bewährte – und weiterhin zu Ihrer Ausrichtung passt – sollte auf jeden Fall beibehalten werden. Sie sollten dann auch darüber nachdenken, solche Inhalte zu erweitern oder zu ergänzen.

Was nicht beliebt war, kann wahrscheinlich weg. Gilt natürlich nicht für Pflichtseiten wie Impressum oder Datenschutzerklärung.

Der nächste Schritt auf dem Weg zu Ihren neuen Webtexten

Sie wissen nun, was bisher auf Ihrer Website funktioniert hat und was nicht.

Nutzen Sie jetzt einen ruhigen Moment, um sich noch einmal mit Ihrer Zielgruppe zu befassen. Und mit Ihrem Angebot.

Zielgruppe – das klingt abstrakt, vielen fällt es schwer, sich das so richtig vorzustellen.

Einfacher wird es, wenn Sie sich eine oder mehrere Personen aus der Zielgruppe visualisieren. Also ein passendes Foto suchen, einen Namen geben, die wichtigen Eigenschaften aufschreiben.

Schon ist Ihre Zielperson greifbarer geworden und es fällt sehr viel leichter, sich in diese hineinzuversetzen.

Genau darum geht es jetzt: Sie versetzen sich in Ihre Zielperson und betrachten mit deren Augen Ihre Website. Überlegen Sie dabei, was schon gut ist und was noch fehlt.

Noch mehr Erkenntnisse bekommen Sie übrigens, wenn Sie diese Antworten direkt im Gespräch mit den Zielpersonen suchen. Oder sich dort zumindest Ihre Erkenntnisse bestätigen lassen.

Passt Ihr Angebot zu Ihren Website-Besuchern?

Viele Unternehmer gehen bei den Angeboten auf ihrer Website zu sehr von der eigenen Sichtweise aus. Die kann aber ganz anders sein als die der potenziellen Kunden.

Vielleicht ist es also sinnvoller, ein niedrigschwelliges Einstiegsangebot als Türöffner in den Fokus zu stellen. Und nicht das hochpreisige Rundum-Sorglos-Paket, das Sie eigentlich viel lieber verkaufen.

Denn: Auf Ihrer Website geht es nur um die Bedürfnisse Ihrer Zielgruppe. Und nicht um Ihre.

Einmal gut durchrühren und fertig sind gute Website-Texte

Sie haben jetzt eine Menge Fakten gesammelt und sich viele Gedanken gemacht:

Sie wissen, was bisher auf der Website gut funktionierte und was nicht.

Sie haben sich noch einmal in Ihre Zielgruppe und deren Bedürfnisse hineinversetzt und darüber nachgedacht, was Sie im Hinblick darauf auf Ihrer Website bieten können.

Sie haben überprüft, ob Sie die richtigen Türöffner-Angebote auf der Website haben und wie diese noch vorteilhafter dargestellt werden können.

Damit haben Sie alle Bausteine beieinander, die Sie benötigen, um zunächst eine Website-Konzeption und in der Folge die Struktur der Website zu erstellen. Damit beantworten Sie Fragen wie: Welche Seiten benötigen Sie, was steht wo, wie sind die verschiedenen Inhalte miteinander verknüpft?

Halten Sie die Struktur schriftlich fest und notieren Sie für jede Unterseite der Website gleich mit Stichworten, was jeweils vermittelt werden soll.

Wenn Sie das alles haben, sind Sie ideal vorbereitet und können mit dem Schreiben Ihrer neuen Webtexte starten. Oder einen Texter kontaktieren, der sich dann freut, dass er endlich mal ein richtig gutes Briefing bekommt.