Neukunden gewinnen ist ein Thema, das uns Unternehmer permanent beschäftigt. Wer diese Neukunden mit Werbebriefen gewinnen will, nutzt ein Medium, das ideal für die Kundenakquise geeignet ist – wenn es richtig eingesetzt wird. Doch warum versagen dann so viele Werbebriefe?

Als Texter schreibe ich nicht nur viele Werbebriefe, sondern lese noch eine Menge mehr. Und da fällt mir immer wieder ein riesengroßer Werbebrieffehler auf.

Meist dann, wenn mir neue Kunden ihre bisher erfolglos versandten Werbebriefe zeigen. Wenn ich dort vor allem „Wir, wir, wir …“ lese oder „Ich, ich, ich …“ ist klar, warum der Werbebrief nicht funktioniert hat: Der Werbebrief hat seine Zielgruppe völlig aus den Augen verloren.

Warum Sie Werbebriefe ausschließlich für Ihre Zielgruppe schreiben dürfen

Menschen lesen am liebsten Dinge, die sie selbst betreffen. Und das noch lieber, wenn es dabei darum geht, wie sie ihr Leben verbessern, erfolgreicher werden, mehr Spaß oder mehr Geld haben. Oder irgendeinen anderen Vorteil genießen.

Wenn das, was Sie anbieten, einen Mehrwert für Ihre Zielgruppe hat, müssen Sie es in Ihrem Werbebrief so beschreiben, dass dieser Mehrwert verstanden wird.

Das geht nicht mit Texten, in denen es von „wir“ und „ich“ nur so wimmelt.

Mangelnde Distanz beeinträchtigt Ihre Werbebriefe

Den meisten Unternehmern fällt es extrem schwer, die eigene Sicht auf das Unternehmen zurück zu stellen. Und statt dessen die Welt mit den Augen der Zielgruppe zu sehen.

Gerade wer versucht, selbst Werbebriefe zu schreiben, tappt schnell in diese Falle. Als Unternehmer ist man einfach zu emotional bei seinem Thema dabei und kann sich deshalb kaum vorstellen, dass andere die eigene Begeisterung nicht sofort empfinden.

So schwer es auch fällt: Zwingen Sie sich zu Distanz und betrachten Sie das eigene Angebot mit den Augen der Zielgruppe.

Was sind die Vorteile Ihres Angebots für Ihre Zielperson?

Wenn Sie einen Werbebrief für Ihre Zielgruppe schreiben wollen, beginnen Sie am besten damit, Argumente für Ihr Angebot zu sammeln. Und zwar ausschließlich Argumente aus der Sicht der Zielgruppe.

Stellen Sie sich dazu die Frage, welches Problem Ihrer Zielgruppe Sie mit Ihrem Angebot lösen können. Und dann notieren Sie alle Aspekte, die Ihnen dazu einfallen. Dazu gehören auch Einwände, die sich typischerweise ergeben.

Diese Sammlung von Vorteilen und Einwänden ist das Rohmaterial Ihres Werbebriefs. Aus ihm erstellen Sie nun eine erste rohe Fassung. Geschliffene Formulierungen sind in dieser Phase nicht gefragt. Es geht um eine logische Argumentationskette, die eindeutig auf das Ziel Ihres Werbebriefs hinleitet – auf die Aktion, die der Leser ausführen soll.

Übrigens: Die Arbeit an Ihrem Werbebrief wird Ihnen leichter fallen, wenn Sie ihre Argumente so formulieren, wie Sie mit einem guten Kunden oder einem Freund sprechen würden. Dadurch kommen Sie automatisch zu einer Sprache, die eingängig und überzeugend ist.

Erfolgreiche Werbebriefe beginnen hier

Sobald Ihre Argumentationskette stimmig ist und den Leser zwingend zur gewünschten Aktion leitet, haben Sie die größte Hürde hinter sich. Nun geht es nur noch darum, den Rohtext zu schleifen und in mehreren Durchgängen den finalen Werbebrieftext zu formulieren.

Wenn Sie so arbeiten, werden Sie den größten Werbebrieffehler sicher vermeiden: Denn da Sie sich zwingen, eng am Kundennutzen zu argumentieren, kommen Sie kaum in Versuchung, zu schwafeln oder zuviel über das eigene Unternehmen zu schreiben.

Beste Aussichten für einen wirklich überzeugenden Werbebrief! Und mit weniger sollten Sie sich nicht zufrieden geben, wenn Sie erfolgreich Neukunden mit Werbebriefen gewinnen wollen.