Wenn Handwerker ans Gewinnen von Neukunden denken, kommt die eigene Website oft ganz am Schluss. Schade. Denn auch Handwerker-Websites können perfekt dafür aufgestellt werden, Neukunden zu gewinnen. Wie das geht, lesen Sie hier.

Eine Website hat inzwischen wohl jeder Handwerksbetrieb. Doch die wenigsten gewinnen damit auch Kunden. Woran das liegt? Fast immer sind es die folgenden Punkte, die verhindern, dass aus Webbesuchern Neukunden werden. Und diese Punkte gelten nicht nur für Handwerksbetriebe, sondern für jeden, der eine erfolgreiche Unternehmenswebsite will.

Seien Sie sich über Ihre Ziele im Klaren

Vor der Erstellung einer Handwerker-Website steht die Frage, was damit überhaupt erreicht werden soll. Klar, Sie wollen Kunden gewinnen. Aber: Was sind das genau für Kunden, wie lassen die sich näher beschreiben? Und für welche Leistungen sollen die Kunden gewonnen werden, was konkret sollen sie benötigen?

Nur wenn Sie ganz genau wissen, wen Sie womit ansprechen wollen, können Sie Ihre Website auch entsprechend aufbauen.

Machen Sie von Anfang an Google zu Ihrem Verbündeten

Ihre Website wird nur dann erfolgreich Kunden gewinnen, wenn sie bei Google gut zu finden ist. Ihre Website muss deshalb zwingend um die Suchbegriffe herum aufgebaut sein, mit denen Ihre Kunden im Internet nach Ihren Leistungen suchen. Mit der Recherche dieser Suchbegriffe steht und fällt der Erfolg Ihrer Handwerker-Website. Eine in allen Punkten perfekte Website wird versagen, wenn sie auf die falschen Suchbegriffe setzt.

Bieten Sie Ihren Besuchern schnell, was diese suchen

Ihre Besucher sind im Idealfall auf der Suche nach Ihren Leistungen und haben dabei ein ganz bestimmtes Problem, das gelöst werden sollte.

Wenn Sie Erfolg im Web haben wollen, muss Ihre Website den Besuchern schnell vermitteln
– dass Sie eine Lösung für das Problem bieten können
– dass Sie gut in dem sind, was Sie tun
– dass Sie Vertrauen verdienen

Und das ganze soll möglichst schnell kommuniziert werden. Die Kernbotschaft muss in den ersten Sätzen rüberkommen und überzeugen. Sonst klickt sich der Kunde weg und schaut die nächste Website aus den Suchergebnissen an.

Machen Sie die Kontaktaufnahme so leicht wie möglich

Ein Menüpunkt namens „Kontakt“ ist das absolute Minimum, das Sie in punkto Kontaktanbahnung bieten müssen. Bieten Sie an passender Stelle auch mitten im Text die Möglichkeit an, anzurufen und sich beraten zu lassen. Oder eine E-Mail zu schicken.

Außerdem sollten Sie Call-to-action-Elemente einsetzen. Das sind grafisch auffällige Kästen, die an strategisch passender Stelle zum Klicken animieren.

Vielleicht denken Sie jetzt, das wäre übertrieben. Probieren Sie’s einfach aus. Auch Sie werden sehen, dass man durch diese Techniken aus dem Direktmarketing tatsächlich mehr Anfragen von potenziellen Kunden bekommt.

Nutzen Sie Referenzprojekte für den Vertrauensaufbau

Zeigen Sie in Bild und Text, was Sie an interessanten Projekten schon abgeliefert haben. Lassen Sie dabei möglichst auch den jeweiligen Kunden zu Wort kommen.

Sie beweisen so an konkreten Beispielen Ihre Leistungsfähigkeit und lassen diese gleichzeitig durch Kundenaussagen bestätigen. So gelingt es Ihnen, bei wildfremden Webbesuchern einen Vertrauensvorschuss aufzubauen.

Auch die Lebensläufe und Erfahrungen von Geschäftsführung und Mitarbeitern tragen zur Vertrauensbildung bei und sollten deshalb auf der Website ihren Platz finden.

Binden Sie Besucher an sich

Viele Besucher einer Handwerker-Website haben momentan gar keinen Bedarf an Handwerksleistungen. Und wenn es dann doch mal dazu kommt, wurde die Website längst vergessen.

Machen Sie es schlauer. Sorgen Sie dafür, dass Interessenten Ihnen sofort ihre E-Mail-Adresse da lassen. So können Sie mit diesen langfristig in Kontakt bleiben.

E-Mail-Adressen erhalten Sie beispielsweise im Tausch gegen ein PDF (E-Book oder Whitepaper genannt), in dem Sie ein paar Tipps verraten, die Ihre Zielgruppe brennend interessieren.

Nutzen Sie so gesammelte E-Mail-Adressen dann, um über einen Newsletter Ihre Interessenten von Zeit zu Zeit mit interessanten Neuigkeiten zu versorgen.

Die Kundengewinnungsquote von Handwerker-Websites lässt sich durch diese Technik ganz drastisch steigern.

Lassen Sie Ihre Website so gut aussehen wie Ihre Arbeit

Ein ordentliches Auftreten ist auch im Internet für einen guten ersten Eindruck entscheidend. Niemand erwartet ein Top-Model. Aber als schmuddeliger Zausel sollte man auch nicht ankommen.

Übertragen auf das Aussehen Ihrer Website bedeutet das: Wählen Sie eine Optik, die auf der Höhe der Zeit ist und nicht selbstgebastelt aussieht. Die Darstellung sollte responsiv erfolgen, also auch auf Smartphones oder Tablets möglich sein. Und achten Sie darauf, dass die Navigation eindeutig und verständlich ist.

Für WordPress gibt es zehntausende fertiger Design-Vorlagen, aus denen sich mit wenigen Anpassungen eine attraktive, individuelle Handwerker-Website gestalten lässt, die Ihre Zielgruppe anspricht. Dann muss gutes Aussehen auch nicht teuer sein.

Vermeiden Sie aber diese Website-Baukästen, die große Internetprovider anbieten. Diese schränken Sie stark ein, insbesondere in den Möglichkeiten, Ihre Website für die Suchmaschinen zu optimieren.

Vermeiden Sie unnötige Rückfragen

Wenn Sie merken, dass manche Fragen immer wieder auftauchen, versuchen Sie, diese gleich im Text Ihrer Handwerker-Website zu beantworten.

Richten Sie zusätzlich einen Bereich FAQ ein, in dem Sie Antworten auf häufige Fragen geben können.

Alles was Recht ist

Der Gesetzgeber stellt gewisse Anforderungen an eine Website: Sie muss ein Impressum enthalten und eine Seite zum Thema Datenschutz. Den Inhalt besprechen Sie mit Ihrem Anwalt oder Sie nutzen einen der Impressum-Generatoren, die einige Internet-Anwälte kostenlos anbieten.

Ein Anwalt weiß auch, was Sie ansonsten beachten sollten, insbesondere wenn Sie auch über einen Shop Produkte verkaufen wollen.

Übrigens: Kommen Sie nie auf die Idee fremde Bilder oder Texte zu kopieren. Beides sind Verletzungen des Urheberrechts, die den Wettbewerbern schnell auffallen und teuer werden können. Abgeschriebene Texte haben obendrein noch den Nachteil, dass Google diese Texte bereits kennt und Ihre Website deshalb als Nachahmer abwertet.

Günstige Fotos fotografieren Sie selbst oder Sie nutzen Bildagenturen wie Shutterstock. Fotografen machen ebenfalls teilweise sehr attraktive Angebote. Und wenn es ums Texten geht, legen Sie entweder auch selbst Hand an oder Sie beauftragen einen guten Webtexter.

Sorgen Sie dafür, dass auf Ihrer Website immer Neues passiert

Eine Website, auf der sich nie etwas Neues tut, wird bei Google automatisch nach und nach in den Ergebnislisten absinken. Denn wenn eine Website über Monate unverändert bleibt und nicht wächst, wird diese als eher unwichtig eingestuft.

Um dem entgegenzuwirken, müssen Sie mindestens einmal im Monat neuen Inhalt (Content) auf Ihre Website bringen. Dazu ist beispielweise ein Blog geeignet, in dem Sie mit Fotos und ein paar Zeilen Text über interessante Handwerkseinsätze berichten.

Oder Sie richten einen Bereich auf der Website ein, in dem Sie immer mal wieder einen Fachartikel veröffentlichen, der genau das Informationsbedürfnis Ihrer Zielgruppe bedient.

Sie können sogar Heimwerker mit Infos versorgen. Das klingt paradox, wird Ihnen letztlich aber auch zu neuen Kunden verhelfen. Denn viele denken zunächst ans Selbermachen und suchen entsprechende Informationen. Dann lassen sie aber doch den Profi ran, wenn sie erst mal sehen, wie aufwändig selbst einfach scheinende Arbeiten sind und welche Fehler man dabei machen kann.

Übrigens: Mit jeder Veröffentlichung präsentieren Sie sich Ihrer Zielgruppe als Experte für Ihr Thema. Und das ist jedes Mal eine wertvolle Einzahlung auf Ihr Vertrauensvorschusskonto.