Sie wollen Ihre Website endlich auf das Niveau Ihrer Wettbewerber bringen? Oder vielleicht wollen Sie überhaupt erstmals mit einer Website online gehen? Guter Vorsatz. Aber wie starten? Wie fangen Sie am besten an?

Viele schauen an dieser Stelle erst einmal, was denn die anderen machen.

Kann man machen, man muss aber vorsichtig sein. Aus mehreren Gründen.

Erstens: Was Sie auf den Webseiten Ihrer Wettbewerber finden, muss keineswegs das Optimum sein. Es kann für Sie sogar völlig verkehrt sein. In dem Fall wäre es nicht sinnvoll, sich daran zu orientieren.

Meist ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Wettbewerber-Sites kein gutes Vorbild für Ihre Website sind.

Zweitens: Wenn Ihr Wettbewerber bereits richtig gut im Internet aufgestellt ist, wäre es möglich, dass diese Erkenntnis Sie im Vorfeld so demotiviert, dass Sie keine richtige Lust mehr haben. Denn auch wenn Sie es nicht genau wissen, dann ahnen Sie es zumindest: es wird eine Menge Arbeit sein, ebenfalls so gute Platzierungen in den Suchmaschinen zu erreichen und ebenfalls so viele gute Seiten bei Google im Index zu haben.

Aber lassen Sie sich davon nicht beeinflussen. Der Erfolg Ihres Wettbewerbers muss Sie nicht einschüchtern. Sie müssen nur strategisch vorgehen. Wir kommen gleich noch dazu.

Drittens: Auch wenn Ihnen richtig gut gefällt, was der Wettbewerber macht und wenn es für Sie ebenfalls sinnvoll erscheint: Sie müssen auf jeden Fall etwas Eigenständiges machen. Denn das Kopieren von Texten ist nicht nur verboten. Es ist auch schlecht für Ihre Platzierungen bei Google. Und es ist schlecht fürs Verkaufen des eigenen Angebots.

Denn Ihre Kunden bevorzugen Originale. Und kaufen nicht schlechte Kopien.

Starke Wettbewerber schlagen Sie mit der Zeit

Vielleicht haben Sie nun festgestellt, dass Ihr Wettbewerber extrem viel guten Content bei Google im Index hat und für viele attraktive Keywords gut gelistet ist.

Vielleicht sind auch weitere Wettbewerber ebenso gut aufgestellt.

In diesem Fall sollten Sie nicht erwarten, einen so großen Vorsprung sofort einholen zu können. Die anderen haben meist Jahre für das Erreichte gebraucht. Und diese Zeit sollten Sie sich auch nehmen.

Heißt das jetzt, dass Ihre neue Website sich erst in Jahren bezahlt macht?

Nein, heißt es nicht. Denn Sie sind so schlau, eine doppelte Strategie zu fahren. Sie kombinieren mittel- und langfristige Ziele mit kurzfristigen.

Wie unterscheiden sich kurzfristige von langfristigen Suchbegriffen?

Nehmen wir mal an, Sie haben ein Dienstleistungsunternehmen, vermitteln qualifiziertes Personal als Fach- und Führungskräfte und wollen endlich Ihre Website auf einen konkurrenzfähigen Standard bringen.

Sie werden dann feststellen, dass Ihre Wettbewerber schon die attraktivsten Suchbegriffe wie „Headhunting“ oder „Personalberatung“ umfassend belegen. Die ersten 10 Plätze bei Google sind weg, geblockt durch Unternehmen, die wahrscheinlich wesentlich bessere Webauftritte als Sie haben. Und auf den folgenden Plätzen geht das so weiter.

Diese Suchbegriffe sind also etwas für die Langzeitstrategie. Sie positionieren zwar Ihre Website von Anfang an dafür, sind aber so realistisch, von diesen Begriffen in den ersten Jahren nicht zu viel zu erwarten.

Parallel verfolgen Sie Ihre Kurzfriststrategie. Das sind meist zusammengesetzte Suchbegriffe oder speziellere Keywords. Häufig werden diese von Personen genutzt, die gerade anfangen, die Lösung für ein Problem zu finden.

Kurzfristige Ziele, die realistisch sind

Wer beispielsweise eine hohe Fluktuation im Unternehmen hat und Probleme beim Betriebsklima vermutet, wird nicht unbedingt gleich direkt nach einer Personalberatung suchen.

Typischer sind viel allgemeinere Suchanfragen: Mitarbeiterflukutation verhindern. Innere Kündigung vermeiden. Fachkräfte binden. Möglichkeiten der Mitarbeitermotivation.

Wer so sucht, erwartet hilfreiche Infos, die ihm helfen, sein Problem zu bewerten und ihn vielleicht schon mit Lösungsmöglichkeiten vertraut machen. Er wird wahrscheinlich nicht kurzfristig einen Dienstleister beauftragen, es könnte aber in den nächsten Wochen oder Monaten dazu kommen.

Wenn Sie im Augenblick solch einer Suche bei Google mit einem guten Beitrag in der Suchergebnisliste auftauchen, haben Sie den ersten Schritt zum Abschluss getan.

Der potenzielle Kunde liest Ihren Artikel, findet ihn idealerweise nützlich. Er findet weitere Artikel zum Thema auf Ihrer Website. Er entnimmt dem, dass Sie offensichtlich ein Experte für das Thema sind, das ihn gerade beschäftigt.

An dieser Stelle können Sie den Leser relativ leicht dazu bringen, Ihren Newsletter zu abonnieren. Über den er dann über weitere interessante Artikel informiert wird. Er bleibt Ihrer Website also langfristig erhalten, bis er irgendwann einen konkreten Bedarf hat.

Der Vorteil an dieser Strategie ist, dass nicht viele diesen Weg nehmen. Der Wettbewerb ist deshalb viel geringer, als wenn Sie versuchen, direkt bei den hart umkämpften Ein-Wort-Suchbegriffen vorne mitzuspielen.

Wie finde ich passende Suchbegriffe?

Der Weg zu den richtigen Suchbegriffen für die Kurzfrist-Strategie ist nicht ganz einfach, da die typischen Tools zum Keyword-Finden dabei kaum helfen.

Am einfachsten ist es, wenn Sie sich in die Lage Ihrer Zielgruppe versetzen und überlegen, wie diese suchen wird, wenn man sich zunächst grundsätzlich zu einem Thema informieren möchte.

Wenn man also noch keine Fachbegriffe kennt und keine konkreten Lösungsangebote.

Es hilft, wenn Sie dazu auch Ihre Kunden befragen.

Schauen Sie zusätzlich auf die Blogseiten von Wettbewerber-Sites. Dort werden Sie meist auch auf gute zusammengesetzte Suchbegriffe für diese erste Phase der Informationsbeschaffung stoßen.

Begriffe, die Sie gefunden haben, geben Sie in die Google-Suche ein.

Wenn es sehr viele sehr hochwertige Ergebnisse gibt und Sie nicht genau wissen, wie Sie das toppen könnten, dann streichen Sie diesen Begriff zunächst. Er ist dann zu hart umkämpft.

Oft ist es aber so, dass es nur zwei, drei gute Seiten gibt. Das ist dann Ihre Chance.

Sie schreiben nun einen Blogartikel zu diesem Suchbegriff – oder lassen ihn von einem freien Texter schreiben. Ihr Anspruch dabei muss sein, entweder den besten Artikel im Netz zu haben. Oder aber ganz neue Aspekte zu bringen, die bei anderen nicht zu finden sind.

Eigentlich ganz einfach, oder? ;-)