Wenn Webdesign Neukunden kostet

Schlechtes Webdesign kann Neukunden kosten
Wie sichtbar ist Ihr Unternehmen im Internet? Website-Check!
Das auf Ihrer Website verwendete Webdesign kann Ihr Unternehmen schädigen und die Neukundengewinnung online massiv behindern. Woran das liegt und was Sie dagegen tun können, schauen wir uns in diesem Artikel an.

Ich habe immer wieder Anfragen von Unternehmen, denen eine schicke Werbeagentur einen schicken Webauftritt gebaut hat. Leider bringt die Website anschließend nicht den versprochenen Erfolg und die erhofften Neukunden bleiben aus. Meist aus gutem Grund, wie ich mit einer schnellen Analyse feststelle.

Die häufigsten Fehler im Webdesign:

  • Webseiten laden zu langsam: Ungünstige Codierung des Contents bremst den Browser spürbar aus.
  • Webseiten können keine guten Platzierungen im Suchmaschinenranking erreichen: Suchmaschinen können die Struktur des Inhalts nicht erkennen und erhalten nicht die für ein gutes Ranking nötigen Daten.
  • Besucher finden sich nicht zurecht: Die Navigation ist unklar und/oder die Besucherführung auf der Website reicht nicht aus.
  • Die Zielgruppe findet den Auftritt nicht stimmig: Ein sehr subjektiver Punkt, den jeder aus eigener Erfahrung kennt: Man kommt auf eine Website und weiß sofort, ob es passt oder nicht-

Webdesign-Fehler 1: Website lädt zu langsam

Gibt es Menschen, die 20,4 Sekunden warten, bis eine Website geladen ist? So einen Fall hatte ich schon im Website-Check.

20,4 Sekunden können echt lang sein, wenn man auf das Laden von Webseiten wartet und währenddessen lediglich auf einen schwarzen Hintergrund schaut.

Würden Sie warten? Oder würden Sie nicht eher denken, der Browser hat sich aufgehängt oder der Server?

Sicher eine Ausnahme. Doch auch Ladezeiten von 5 Sekunden und mehr – und die sehe ich sehr häufig – sind schon viel zu viel.

Viele Besucher haben nicht diese Geduld und brechen den Website-Besuch ab, gehen zurück auf die Suchergebnis-Liste.

Das ist vor allem dann schlimm, wenn für Webseiten Google-Ads-Kampagnen geschaltet werden. Die teuer eingekauften Besucher sehen dann nicht, was sie erwarten und wechseln nach kurzer Zeit zurück zu den Suchergebnissen.

Ob Ihre Website zu langsam lädt, können Sie gleich selbst testen. Geben Sie hier Ihre URL ein und klicken Sie auf „Analyze“.

Orange oder gar rote Ergebnisse deuten auf definitiv zu lange Ladezeiten hin.

Ursache für schlechte Ladezeiten sind meistens die folgenden Punkte:

Ladezeitfehler 1: Falsch dimensionierte und nicht komprimierte Bilder

Das ist der häufigste Grund, wenn Webseiten zu langsam laden: Bilder haben Abmessungen (in Pixel), die viel größer sind, als sie letztlich benötigt werden.

Zudem sind diese Bilder gar nicht oder nicht ausreichend komprimiert, die Datei ist zu groß (in KB oder gar MB).

Alles, was Sie zum richtigen Einsatz von Bildern auf Websites wissen müssen, habe ich in diesem Artikel zusammengefasst: Bilder auf Websites richtig einsetzen

Ladezeitfehler 2: Überladene Templates

Viele Webdesigner entwickeln Websites auf Basis von sogenannten „Premium-Templates“. Diese kann man sich als Designvorlagen vorstellen, die man mit wenigen Klicks für ein neues Erscheinungsbild anpassen kann und die sämtlichen Schnick-Schnack enthalten, der im Webdesign gerade modern ist.

Für Webdesigner sind diese Premium-Templates praktisch, weil sie in der Entwicklung viel Zeit sparen. Das senkt die Kosten für das Webdesign, man kann dann so billig anbieten, wie es heute leider von vielen erwartet wird.

Für den Betreiber der Website sind sie ein Fluch, da der Preis für diese Zeitersparnis bei der Entwicklung der Site später lange Ladezeiten im Alltag sind. Denn auch wenn gar nicht alle Designelemente genutzt werden, laden die meisten Templates dennoch den kompletten Code dafür. Und das dauert.

Es lohnt sich, den Webdesigner etwas besser zu bezahlen, damit er ein schlankes Template für Ihren Webauftritt entwickelt, das nur die benötigten Elemente enthält und deutlich schneller lädt.

Ladezeitfehler 3: Langsames Webhosting

Beim Webhosting sind die Unterschiede deutlich größer, als viele denken. Gute Webdesigner sollten Sie dazu beraten und falls sinnvoll auch zu einem Wechsel des Hostinganbieters raten.

Es gibt gute, schnelle Tarife für um die 10,- Euro im Monat. Ich selbst hoste gern bei ALL-INKL.COM oder bei WEBGO.

Webdesign-Fehler 2: Ihre Website kann keine guten Platzierungen in den Suchmaschinen erreichen

Zu Beginn der Konzeption einer Website steht immer eine Analyse der Ziele und eine darauf basierende Keyword-Recherche. Daraus wird das inhaltliche und gestalterische Konzept der Website entwickelt.

Wenn diese Schritte weggelassen werden (das passiert oft, da sie teuer sind), darf sich niemand wundern, wenn die Website später in den Suchergebnislisten erst auf den hinteren Plätzen erscheint.

Denn häufig führt der Verzicht auf Website-Konzeption dann dazu, dass die Webdesigner die Website allein nach grafischen Gesichtspunkten entwickeln. Es sieht dann zwar alles hübsch aus, nur die logische inhaltliche Struktur fehlt.

Entsprechend schwer haben es anschließend die Suchmaschinen, den Content zu erfassen und einzuordnen. Top-Platzierungen sind dann nicht drin.

Es gibt aber auch den Fall, dass im Vorfeld eine gute Konzeption gemacht wurde, dann durch das Webdesign aber nicht wie geplant umgesetzt wird. Beispielsweise, weil Manuskripte vom SEO-Texter nicht fehlerfrei übernommen werden. Was dabei gern und häufig passiert, habe ich hier zusammengefasst: SEO und Webdesign.

Webdesign-Fehler 3: Besucher finden sich nicht auf der Website zurecht

Das ist der Klassiker, wenn man eine kreative Webdesignagentur beauftragt. Statt sich an gelernte Standards zu halten, wird in diesem Fall gern alles kreativ neu gestaltet.

Die Menüpunkte haben dann beispielsweise rätselhafte Namen oder folgen hübschen Spielereien wie Alliterationen. Manchmal findet man die Menüpunkte auch gar nicht, zum Beispiel weil sie trotz Desktop-Design in einem „Hamburger-Menü“ versteckt werden.

Auch den Call-to-action sucht man vergeblich, sprechende Links gibt es ebenfalls nicht. Dafür verstecken sich Links beispielsweise hinter kontrastarmen grauen Bildchen, die erst beim Drüberfahren mit der Maus auffällig werden.

In der Summe erhöhen solche Details die Wahrscheinlichkeit, dass ein Besucher auf der Website nicht das findet, was er sucht. Er bricht dann den Besuch schnell ab und geht zurück in die Suchergebnisliste. Für Google ist das ein „schlechtes Besuchersignal“. Wenn das häufiger vorkommt, führt es dazu, dass die komplette Website abgewertet wird und im Suchergebnis auf die unsichtbaren Plätze rutscht.

Webdesign-Fehler 4: Die Zielgruppe findet den Auftritt nicht stimmig

Dieser Punkt ist sehr subjektiv, da jeder individuell empfindet, ob ihn eine Website anspricht. Es gibt aber einige Punkte, bei denen grundsätzlich sehr klar ist, dass sie Probleme machen werden.

Eine Website für ein Unternehmen mit professionellem Anspruch, die voller Rechtschreibfehler ist, wird beispielsweise von vielen als nicht stimmig empfunden. Man schließt von der Qualität der Texte auf die Qualität des Unternehmens und verschwindet schnell von der Site.

Ein anderer problematischer Punkt ist die Auswahl von Fotos. Je nachdem, wer die Zielgruppe ist und welches Selbstbild diese hat, kann die Bildauswahl schnell daneben liegen.

Manche Bilder werden zum Beispiel von sensiblen Naturen als verstörend empfunden. Überholte Rollenbilder können auch zu Ablehnung führen. Auch „zu schöne Menschen“ können ein Problem sein. Viele wollen sich selbst auf einer Website wiederfinden und fühlen sich unwohl, wenn sie das Gefühl haben, dort nicht hinzupassen.

Gute Webdesigner haben für diese Details ein ganz gutes Auge und geben schon im Vorfeld wichtige Tipps. Es lohnt sich auch immer zu testen. Zum Beispiel mit Personen der Zielgruppe eine Bildauswahl durchzugehen und auf deren Kommentare zu hören.

Nicht dem Webdesign die Kontrolle überlassen

Ganz häufig wird die komplette Entwicklung einer Website an die Webdesign-Agentur delegiert und in der Folge wird dann nur am Design gearbeitet.

Sehr oft habe ich diese Anrufe, bei denen es dann schon eine fertige Website gibt, aber alle Texte noch fehlen.

Im Normalfall ist das ein Desaster, denn man stellt schnell fest, dass es nicht nur keine Texte, sondern auch kein inhaltliches Konzept gibt. Entsprechend häufig passt das Designkonzept am Ende überhaupt nicht mehr und muss aufwändig nachgebessert werden.

Es ist deshalb keine gute Idee, wenn bei der Entwicklung einer Website das Design die Kontrolle übernimmt. Eine Website-Entwicklung sollte immer mit einer inhaltlichen Konzeption beginnen. Aus dieser leiten sich dann Design und Content (Texte, Bilder, Videos, …) ab.

Das heißt, der Konzeptioner muss die Federführung über das Projekt haben. Typischerweise sind das die Texter, da niemand so tief in die Inhalte einsteigt wie sie.

If you pay peanuts you get monkeys

Viele Probleme mit dem Webdesign haben auch mit der geringen Wertschätzung dieser Tätigkeit zu tun. Es ist einfach unrealistisch, für 1.000,- Euro eine gut funktionierende Unternehmenswebsite einkaufen zu wollen. Wenn Sie auf solche Angebote eingehen, können Sie sicher sein, dass alles weggelassen wird, was mit konzeptioneller Denkarbeit und technischer Exzellenz zu tun hat. Entsprechend schlecht wird die Leistung der fertigen Website sein.

Wollen Sie eine fundierte Meinung zu Ihrem Webdesign?

Gerne schaue ich mir Ihre Website an und bewerte sie im Rahmen meines Website-Checks. Melden Sie sich doch gleich dafür an!

Wer schreibt hier?

Online-Marketingberater Michael BondzioMein Name ist Michael Bondzio, ich bin Konzeptioner, Texter und Marketingberater. Aus meiner über 25jährigen Tätigkeit für nationale sowie internationale Marken und Unternehmen aller Größenklassen habe ich jede Menge Erfahrungen, die ich in diesem Blog teile.

Seit 2004 berate ich Selbständige sowie Management und Unternehmensleitung kleiner und mittelständischer Unternehmen zur automatisierten Neukundengewinnung über das Internet.

Webseiten optimieren lassen?

Sie haben das Gefühl, dass Ihre Website nicht optimal auf Neukundengewinnung ausgerichtet ist? Ich optimiere Ihre Seiten so, dass bald die ersten Anfragen per E-Mail oder Telefon kommen. Das Erstgespräch ist kostenlos. Rufen Sie mich an – +49 40 22 86 75 40 – oder schicken Sie eine E-Mail.