Wer im Rahmen des Content Marketing sein Expertenwissen in Artikeln verbreiten will, wird früher oder später auf ein Problem stoßen: Was soll ich eigentlich schreiben? Denn zu Beginn haben die allermeisten noch ein paar ganz gute Ideen für Artikel. Wenn die geschrieben sind, beginnt es schwierig zu werden.

Vor allem dann, wenn Ihr Unternehmen nicht zu denen gehört, die regelmäßig neue Produkte oder Dienstleistungen vorstellen können, stehen Sie permanent vor der Aufgabe, Themen zu finden, die Ihre Zielgruppe spannend findet.

Zum Glück ist das nicht ganz so schwierig, wie es zunächst aussieht. Und noch einfacher wird es mit den folgenden Ideen für gute Artikel.

Ein guter Artikel liefert Nutzwert für die Zielgruppe

Doch was ist das überhaupt, ein guter Artikel?

Content Marketing funktioniert ausschließlich über Inhalte, die für die angepeilte Zielgruppe attraktiv sind.

Eine typische Artikel-Zielgruppe für Unternehmer sind beispielsweise Interessenten, die zu Kunden werden können.

Gute Themen für Artikel sind dann Themen, die genau diese Zielgruppe bewegen.

Praktisch ist, dass im Normalfall fast jede Zielgruppe eine Menge möglicher Inhalte bereits selbst anspricht.

Denn typische Fragen, die von Interessenten und Kunden im Unternehmensalltag gestellt werden, sind eine fast unendliche Quelle guter Artikelthemen.

Jede Kundenfrage ist es wert, online beantwortet zu werden

Das Attraktive an den Fragen potenzieller Kunden ist, dass diese in der Informationsphase die Antworten darauf im Internet suchen.

Wenn Ihre Website gute Antworten bietet und dies eine Vielzahl von Besuchern ebenso sieht, sind Ihre Chancen sehr gut, für die entsprechenden Suchanfragen ganz oben zu stehen.

Also: Hören Sie darauf, was Interessenten und Kunden fragen. Was sie sagen. Wo vielleicht falsches Halbwissen steckt. Und dann schreiben Sie jeweils einen informativen Text dazu.

Wenn Sie gerade gar keine Zeit haben, notieren Sie sich zumindest plötzlich aufgekommene Ideen stichwortartig. Sofort! Die Gefahr ist zu groß, dass sonst tolle Artikel-Themen in der Hektik des Alltags wieder vergessen werden.

Beantworten Sie auch Fragen, die schon woanders gestellt wurden

Wenn Sie noch mehr Fragen suchen, die Sie in Form von Artikeln beantworten könnten, lohnt eine Recherche im Internet.

Auf verschiedenen Online-Plattformen wird viel gefragt, manches wird aber nur schlecht beantwortet. Oder gar nicht.

Fragenportale wie wer-weiss-was.de oder gutefrage.net sind ein lohnender Anlaufpunkt, um Fragen zu finden, die noch eine Antwort suchen.

Auch Diskussionen auf Facebook, Google+ und Twitter können viele Ansatzpunkte liefern.

Und eine ganz besonders ideale Ideen-Quelle sind Web-Foren, in denen Ihre potenziellen Kunden unterwegs sind.

In Foren ist Ihr Expertenwissen gefragt

Lesen Sie in Foren zu Ihrem Fachbereich mit und wann immer Sie das Gefühl haben, dass eine Antwort fehlt oder nicht ausreicht: Geben Sie diese Antwort.

Am besten antworten Sie gleich im Forum und zusätzlich in einem ausführlichen Artikel auf Ihrer Website.

Auf diesen Artikel können Sie übrigens in Ihrer Antwort verweisen. Vorausgesetzt, er hat keinen plumpen werblichen Charakter, sondern bietet echte kostenlose Hilfe.

Sonst wird man Ihren Forenbeitrag als Spamversuch betrachten und schnell löschen.

Was bewegt Ihre Branche? Was Ihre Zielgruppe?

Immer wieder gibt es Ereignisse oder Entwicklungen, die direkten oder indirekten Einfluss auf Ihre Branche und Ihre Zielgruppe haben.

Wenn Sie Kaminöfen verkaufen, können das zum Beispiel neue Regelungen des Gesetzgebers im Hinblick auf Abgasverhalten sein. Die dann unter Umständen ab einem bestimmten Stichtag den Betrieb alter Anlagen verbieten.

Weniger offensichtlich sind sich langsam entwickelnde Trends. Wie der, einen größeren Teil seiner Freizeit in den eigenen vier Wänden zu verbringen. Um nur ein Beispiel zu nennen.

Beides gibt bei der richtigen Zielgruppe Material für mindestens einen interessanten Artikel her.

Es lohnt sich also, permanent an allen Veröffentlichungen rund um die eigene Branche dran zu bleiben. Und zwar mit besonders weitem Horizont.

Wertvolle Informationsquellen gibt es an jeder Ecke

Niemand, der ernsthaft Content Marketing betreibt, sollte sich fremde Inhalte zu eigen machen, sie ein wenig „umschreiben“ und dann als eigene Werke veröffentlichen.

Es ist aber absolut in Ordnung, sich von anderen Blogs oder Webseiten informieren und inspirieren zu lassen.

Vor allem fremdsprachige, insbesondere englische Websites bieten viele spannende Gedanken, die sich kombinieren und weiterspinnen lassen.

Auch Zeitschriften, Bücher, Fernsehsendungen und Spielfilme können inspirierend wirken.

Genauso können Veranstaltungen oder Seminare auf Artikelideen bringen. Dort sollten Sie nicht nur auf das achten, was vorgetragen wird, sondern noch mehr auf die Fragen, die aus dem Publikum kommen.

Ihr Ideenabo mit Google Alerts

Wenn Ihnen die Zeit für tägliche aktive Recherche fehlt, ist Google Alerts ein bequemer Weg, an Ihren Themen dran zu bleiben.

Dabei richten Sie sich automatisierte Suchen für beliebig viele Stichwörter ein und erhalten dann E-Mails, sobald es neue Veröffentlichungen dazu gibt.

Nehmen Sie auch Ihre Wettbewerber in diese Suche auf. Dann sind Sie über deren werbliche Aktivitäten jederzeit informiert.

Nehmen Sie Ihr Unternehmen unter die Lupe

Besonders interessante Texte für Ihre Zielgruppe können entstehen, wenn Sie Blicke hinter die Fassade Ihres Unternehmens erlauben.

Die Gefahr ist allerdings, dass solche Texte schnell zu selbstverliebt sind. Um das zu vermeiden, sollten auch Berichte aus Ihrem Unternehmen immer echten Nutzwert für die Kunden liefern.

Menschen interessieren sich für Menschen

Die Vorstellung von Mitarbeitern und deren Arbeitsfeldern spricht vor allem vorhandene Kunden an, die diese Personen bereits kennen.

Wenn Sie es geschickt anstellen, bringen Sie aber auch in solchen Texten viele Fakten unter, die für potenzielle Neukunden interessant sind.

Noch lebendiger kann solch ein Beitrag werden, wenn ihn der jeweilige Mitarbeiter selbst textet.

Selbst die eigenen Kunden können Sie zu Wort kommen lassen. Zum Beispiel mit einem Erfahrungsbericht.

Stellen Sie Projekte aus der täglichen Arbeit als Fallbeispiele vor

Je nach dem Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit, kann es sich anbieten, Vorher-Nachher-Beispiele zu zeigen. Diese beweisen nicht nur Ihre Leistungsfähigkeit, sondern bringen potenzielle Kunden auf ganz neue Ideen, die sie dann vielleicht mit Ihnen umsetzen möchten.

Eine andere Variante ist die Vorstellung prototypischer Fälle aus Ihrer Beratung. Das können unter anderem Fallstudien sein, in denen Sie kürzlich abgearbeitete Projekte präsentieren.

Achten Sie darauf, solche Projektbeispiele ausreichend zu anonymisieren – es sei denn, Ihr Kunde gibt sein Einverständnis.

Saisonale Vorgaben nutzen – und zwar rechtzeitig

Ein weiteres weites Feld sind die vielen Themen, die sich saisonal ergeben.

Dabei sollten Sie aber der Zeit so weit voraus sein, dass auch ein Nutzwert resultiert. Denn es bringt niemandem etwas, Anfang Dezember zu erfahren, dass bald Weihnachten ist.

Versorgen Sie Ihre Zielgruppe also dann mit saisonalen Tipps, wenn diese auch noch umgesetzt werden können.

Für eine Werbeagentur bedeutet das, dass durchaus der Sommer der richtige Zeitpunkt für einen Blogartikel sein kann, der sich mit der Entwicklung von Konzepten für Weihnachtsaktionen beschäftigt.

Nicht jede Idee ergibt gute Artikel

Feedback macht uns allen das Leben leichter. Ihnen, weil Sie dadurch erfahren, welche Themen in Ihrer Zielgruppe besonders gut ankommen.

Nutzen Sie deshalb Response-Elemente oder eine Kommentarmöglichkeit, um zu erfahren, welche Texte Ihre Zielgruppe wirklich bewegen.

Auch das Weiterempfehlen in sozialen Netzwerken ist ein guter Indikator.

So hat mancher schon festgestellt, dass das Interesse der eigenen Leser gar nicht dort liegt, wo er es vermutete.

Es ist genau dieses Wissen, das Ihnen helfen wird, immer passgenauere Artikel für Ihre Zielgruppe zu schreiben.