Website-Relaunch mit Konzept: Analyse, Strategie, Planung und Realisierung

Symbolbild Website-Relaunch

Mal wieder Zeit für den Website-Relaunch?

Wie sichtbar ist Ihr Unternehmen im Internet? Website-Check!
Ein Website-Relaunch gehört zu den Projekten, die gern wenig strukturiert angegangen werden. In der Folge zeigt sich beim Umsetzen die wahre Komplexität, Termine werden gerissen und am Ende arrangiert man sich eben mit dem Ergebnis. Besser, man geht gleich mit Konzept ans Werk.

Webseiten-Relaunches ergeben sich oft aus Stimmungen heraus. Kein Problem – wenn man irgendwann auch auf eine rationale Ebene kommt.

Dass ein Web-Relaunch vor allem ein emotionales Thema ist, sehe ich sehe ganz oft.

Man hat das Gefühl, dass die eigene Website schon zu lange nicht mehr geändert wurde.

Man empfindet seinen Webauftritt als nicht mehr modern genug, nicht zeitgemäß.

Der Wettbewerber hat diese unglaublich coolen Gimmicks auf der Site, die jetzt jeder hat.

Viele bleiben auf dieser Ebene und beauftragen dann eine Webagentur: „Mach mal modern.“

Ohne Struktur geht der Web-Relaunch sicher schief

Nichts gegen Emotionen.

Manchmal täuschen sie uns aber.

Und wenn wir berücksichtigen, wie viel Energie und Kapital ein Webrelaunch verschlingt, ist es sinnvoll, zu Beginn ein paar Fragen mehr zu stellen.

Vielleicht kommt dabei heraus, dass kein Relaunch die bessere Lösung ist.

Die Zeit, die Sie zu Beginn in das Projekt investieren, wird später in der Umsetzung mehrfach wieder heraus geholt. Zudem steigt die Qualität des Endergebnisses.

Warum überhaupt ein Website-Relaunch?

Gibt es eine Regel, nach einer bestimmten Anzahl von Jahren einen Website-Relaunch durchzuführen?

Nein, gibt es nicht.

Das Argument „Wir haben seit 5 Jahren nichts geändert“ ist also nicht unbedingt eins.

Weitere Argumente, die ich oft höre:

Das Design der Website gefällt uns nicht mehr: Sieht die Zielgruppe das auch so? Die Website soll der Zielgruppe gefallen, nicht dem Unternehmer.

Oft hat man selbst ein ganz anderes Bild seiner Website, da man sie seit Jahren kennt.

Ein neuer Besucher sieht das womöglich nicht so negativ.

Und wenn Sie nicht gerade einen Online-Shop betreiben oder ein reines Online-Business, werden die meisten Ihrer Website-Besucher nun mal neue Besucher sein.

Die Website funktioniert nicht auf Smartphones: Hier müssen wir nicht überlegen. Eine responsive Website, die sich Ausgabegeräten anpasst, ist seit Jahren Pflicht, wenn man bei Google gefunden werden will. Unbedingt relaunchen!

Die Website liefert keine Leads oder Neukunden: Eine Website, die nicht arbeitet, ist ziemlich sicher ein Kandidat für einen Relaunch. Ein wichtiger Schwerpunkt liegt dann in der Analyse, um zu ermitteln, warum die Website bisher nicht funktionierte.

Es sind viele Besucher da, aber die Conversion Rate stimmt nicht: Das kann ein Indikator für eine schlechte Benutzerführung und mangelnde Usability der aktuellen Website sein. Vielleicht werden aber auch einfach die falschen Besucher angezogen?

Es kommen kaum Besucher auf die Website: Das kann an zu wenig Text liegen. Am falschen Text. Oder an fehlendem SEO.

Es kann aber auch daran liegen, dass das Geschäftsmodell sich nicht für Inbound-Marketing eignet. Weil beispielsweise (noch) niemand nach Ihrem Angebot sucht.

Wichtiger als ein Webrelaunch wäre dann das Nutzen von Kanälen, die geeigneter sind, um Innovationen bekannt zu machen.

Angebote oder Unternehmensstrategie haben sich geändert: Je nachdem, wie umfassend die Änderung ist, steht auch hier wahrscheinlich ein Relaunch an.

Entwickeln Sie ein Pflichtenheft

Befassen Sie sich zu Beginn intensiv mit Ihrem aktuellen Webauftritt:

Halten Sie zunächst alle Punkte fest, die Sie an Ihrem aktuellen Webauftritt stören.

Schreiben Sie dann auf, was derzeit gut ist.

Welche Ziele haben Sie mit Ihrer Website und welche davon erreichen Sie bereits – zumindest teilweise?

Welche Ziele möchten Sie künftig erreichen? Gibt es neue Ziele?

Was muss die neue Website konkret leisten, um Sie bei diesen Zielen zu unterstützen?

Wie sieht Ihre Zielgruppe aus?

Welche Bedürfnisse hat diese Zielgruppe im Laufe der Customer Journey?

Was muss Ihre Website für die verschiedenen Phasen bieten?

Wichtig: Möglichst viele Ziele sollten messbar sein und konkret angegeben werden.

Analysieren Sie den Status-Quo

Meist ist bei einem Website-Relaunch schon einiges da, auf das man aufbauen kann.

Es ist deshalb immer sinnvoll, in einem Website-Audit zu ermitteln, was die bisherige Website schon geleistet hat und was davon beibehalten werden soll.

Gibt es Seiten, die bei Google gut gelistet sind und viele Besucher anziehen?

Über welche Quellen kommen Ihre Besucher?

Gibt es Inhalte auf der Website, mit denen Besucher besonders stark interagieren?

Welche externen Links sind vorhanden, welche davon sind wertvoll?

Welcher Content wird auch künftig relevant sein? Welcher ist überholt und sollte entfernt werden?

Die nötigen Daten für die Analyse erhalten Sie aus Google Analytics und der Google Search Console. Oder aus Software wie Sistrix oder XOVI.

Führen Sie eine Wettbewerbs-Analyse durch

Eine Wettbewerbs-Analyse ist immer sinnvoll. Selbst wenn Ihnen gar nichts bei den anderen gefällt, haben Sie dann eine Bestätigung für Ihren eigenen Weg.

Meist stößt man aber auf interessante Aspekte, bei denen man sich zumindest fragen sollte, warum die das so gemacht haben.

Und was man bei den Mitbewerbern nicht gut findet, kann man besser machen, um sich abzuheben.

Konzipieren Sie die Inhalte

Aus Ihren Zielen und Zielgruppen ergeben sich die konkreten Inhalte für Ihre neue Website.

Geben Sie in der Konzeption gleich eine sinnvolle Struktur in Form einer Seitenarchitektur vor, die später auch als Verlinkung auf der Website abgebildet werden kann.

Zu jedem Punkt halten Sie stichwortartig fest, welche Inhalte die Texte und Bilder liefern müssen.

Denken Sie an die Einbindung verschiedener Medien, um weitere Aspekte eines Themas zu transportieren. Also PDFs, Videos, Podcasts, Webinare und anderes.

Jetzt ist auch der Zeitpunkt über SEO nachzudenken und eine Keywordanalyse durchzuführen.

Als Basis schauen Sie zunächst auf die Keywords, für die die Website schon bisher rankte.

Sie können dazu Daten aus der Google Search Console nutzen. Hilfreicher sind Sistrix oder XOVI.

Ermitteln Sie dann, welche weiteren Keywords sich finden lassen. Lesen Sie hier, wie Sie eine Keywordrecherche durchführen.

Planen Sie die Umsetzung

Wenn das Konzept steht, geht es an die Umsetzung.

Aus den ganzen Fakten erstellen Sie ein Briefing für Webdesigner, Techniker und Texter.

Kreative Ideen sind erlaubt – innerhalb der Leitplanken des Briefings.

Webdesign hat sich dem unterzuordnen. Es ist sinnlos, einen One-Pager zu machen, wenn wir wissen, dass die Website viele Unterseiten braucht, um die wichtigen Themen abzudecken.

Design hat immer die Aufgabe, Inhalte attraktiv und angenehm nutzbar zu machen. Das heißt, der Inhalt steht im Mittelpunkt, nicht die Optik.

Klären Sie diese Sicht der Dinge im Vorfeld mit Ihrem Webdesigner, damit keine Zeit mit sinnlosen Schleifen verloren geht.

Ein enges Briefing ist kein Kreativitäts-Killer, eher das Gegenteil. Die Designer bei Apple haben ganz sicher sehr enge Briefings und liefern innerhalb dieses Rahmens tolle Entwürfe.

Wichtig ist, dass bei allem auf Usability geachtet wird. Speziell Design-Schnickschnack, der die Website unübersichtlich oder unverständlich macht, ist nicht erlaubt.

Genauso wie kreatives Texten mit Rätsel-Menüpunkten und ähnlichen Ideen.

SEO-Optimierung berücksichtigen

Bei der Content-Erstellung sind die Vorgaben der Suchmaschinenoptimierung einzuhalten.

Das bedeutet zunächst, dass die Texte eine überragende Qualität haben müssen.

Der Anspruch sollte sein: der beste Text zum Thema.

Wenn das zu aufwändig erscheint, schreiben Sie lieber keinen Text. Suchmaschinenoptimierung durch das Produzieren mittelmäßiger Webtexte funktioniert nicht mehr.

Textmanuskripte sollten alle für SEO nötigen Auszeichnungen enthalten – <h1>-Headlines, Meta-Tags und so weiter.

Achten Sie darauf, dass der Webdesigner diese auch übernimmt – wird leider gern ignoriert und aus <h1> wird <strong> oder die Metatags werden vergessen.

Am besten alles noch mal prüfen, bevor die Website online geht. Lassen Sie ein Analyse-Tool wie Ryte oder XOVI drüber laufen, das findet auch Umsetzungs-Probleme, die man selbst leicht übersieht.

Realisierung auf Spiegel-Server

Bitte nicht für den Umbau der Website ein Baustellenschild auf die Seite stellen und alles abschalten.

Kaum zu glauben, dass man das immer noch sieht.

Es kostet Platzierungen bei Google und wirkt maximal unprofessionell.

Lassen Sie auf einem Spiegel-Server ein Duplikat einrichten, an dem gearbeitet wird.

Wenn alles fertig ist, geht die alte Website auf Knopfdruck offline und die neue online.

Testen, testen, testen

Der Wunsch aller Webdesigner wurde erfüllt: der Internet Explorer ist tot. Das war der Browser, der einen früher zum Wahnsinn brachte. Ständig funktionierte etwas nicht, was auf allen anderen Browsern lief.

Und weil der Marktanteil so hoch war, konnte man ihn leider nicht ignorieren.

Das ist zum Glück Geschichte. Testen sollten Sie trotzdem noch. Zumindest die wichtigen Browser auf den wichtigen Plattformen: Chrome, Firefox, Safari, Edge. Windows, Macintosh, iOS, Android.

Testen Sie auch die Ladezeit. Alle Bilder vernünftig angelegt und komprimiert? Werden Schriften richtig geladen?

Beim Testen übrigens darauf achten, dass Sie ausgeloggt sind und leeren Sie den Browser-Cache. Sonst merken erst Ihre späteren Besucher, dass Bilder fehlen, Schriften nicht geladen werden oder Seiten nicht zugänglich sind.

Testen sollten Sie auch die Usability. Setzen Sie dazu Personen aus Ihrer Zielgruppe vor den Monitor und geben Sie diesen Aufgaben.

Eine Info suchen, ein Kontaktformular abschicken, etwas bestellen.

Schauen Sie dabei zu, ob es Schwierigkeiten gibt. Wenn ja, überarbeiten.

Noch ein Punkt: DSGVO. Formulare, Google Maps, Cookies, Einbindung von Youtube – es gibt viel zu beachten. Das meiste können Sie auf einer WordPress-Installation mit einem Plugin wie Borlabs Cookie erledigen.

Umleitungen nicht vergessen

Für alle alten URLs, die sich geändert haben, sollten Sie unbedingt Umleitungen einrichten, bevor Sie online gehen. Lesen Sie hier, wie Sie mit Umleitungen trotz Relaunch Ihr Google Ranking behalten.

Wenn die neue Site dann fertig ist, stoßen Sie in der Google Search Console die Neuindexierung an. Dann haben Sie die neuen Webseiten schnellstmöglich im Index und freuen sich über neue Besucher und neue Kunden.

Wichtige Fehlermeldungen werden Sie auch in der Search Console bekommen. Also am Anfang mindestens täglich reinschauen.

Ein externer Blick hilft Pannen vermeiden

Ein Website-Relaunch bringt eine Menge Potenzial für Misserfolge mit sich. Gute Planung beugt vor. Und dabei hilft Erfahrung. Ich habe schon einige Website-Relaunches durchgeführt und unterstütze Sie gerne. Schicken Sie eine E-Mail oder rufen Sie mich an – +49 40 22 86 75 40 wenn Sie Unterstützung benötigen. Die Erstberatung ist kostenlos.

Wer schreibt hier?

Online-Marketingberater Michael BondzioMein Name ist Michael Bondzio, ich bin Konzeptioner, Texter und Marketingberater. Aus meiner über 20jährigen Tätigkeit für nationale sowie internationale Marken und Unternehmen aller Größenklassen habe ich jede Menge Erfahrungen, die ich in diesem Blog teile.

Den ersten professionellen Kontakt mit dem Internet hatte ich 1996 als Kreativdirektor, heute berate ich Selbständige sowie Management und Unternehmensleitung kleiner und mittelständischer Unternehmen zur automatisierten Neukundengewinnung über das Internet.

Unterstützung beim Website-Relaunch gesucht?

Als Konzeptioner und Texter befasse ich mich seit 2006 mit dem Optimieren von Webseiten und habe in dieser Zeit eine ganze Menge Website-Relaunches verantwortlich begleitet. Gerne sorge ich auch bei Ihrer Website dafür, dass der Relaunch klappt – im Zeitplan und im Budget. Das Erstgespräch ist kostenlos. Rufen Sie mich an – +49 40 22 86 75 40 – oder schicken Sie eine E-Mail.

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